Pressemitteilung vom 23.08.2010

Joachim Jauer spricht beim Festakt zum Tag der Deutschen Einheit - seien Sie dabei


Joachim Jauer hat jüngst ein Buch zum Thema veröffentlicht.

Beim diesjährigen Festakt zum Tag der Deutschen Einheit spricht Joachim Jauer, der als langjähriger ZDF-Korrespondent aus der DDR und als Sonderkorrespondent aus Mittel- und Osteuropa berichtet hat. Wie sind die politischen Ereignisse in Polen und Ungarn mit der friedliche Revolution in der DDR verknüpft? Das ist eine der interessanten Fragen, denen der erfahrene Journalist mit dem Korschenbroicher Publikum nachspüren wird. So war er zum Beispiel dabei, als am 2. Mai 1989 in Ungarn 1000 Kilometer entfernt von Berlin der „Eiserne Vorhang“ das erste Loch bekam.

Zwischen den gestaffelt gebauten Drahtverhauen, an denen für eine unbekannte Zahl von Flüchtlingen der Traum von der Freiheit endgültig gescheitert war, schaute er den Soldaten beim Zerschneiden des rostigen Stachelwalls über die Schulter. „Hier endet heute nach 40 Jahren die gewaltsame Spaltung Europas für Ost und West. Was hier geschieht, wird unabsehbare Folgen für die BRD und die DDR haben. Diese Botschaft strahlten wir abends über die Nachrichten aus“, sagt Joachim Jauer. Auch 2010 liegt Emotion in seiner Stimme, wenn er sie wiederholt. Denn die Hoffnung wurde Wirklichkeit.

„Die ersten Revolutionäre der DDR waren die Flüchtlinge. Sie ließen das Leben zurück, das sie sich aufgebaut hatten und kamen nach Ungarn, um von dort durch das Loch zu schlüpfen“, erklärt Jauer. Er traf diese mutigen Menschen im August 1989 im ersten Flüchtlingslager für DDR-Bürger in Ungarn. Die Malteserfrau Csilla von Boeselager und der ungarische Pfarrer Imre Kozma sorgten für die Kinder und Erwachsenen im Lager in Zugliget, das rings um die Kirche entstanden war. „Am Tor von Zugliget kam es zu dramatischen Begegnungen. Ein Vater stand weinend vor dem Eingang und hinter dem Tor sein Sohn. Der Vater versuchte seinen Jungen zu überreden, in die DDR, nach Hause, zurückzukehren. Der Sohn, knapp 20, lehnte schluchzend ab.“: Szenen wie diese hat Jauer in seinem Buch „Urbi et Gorbi - Christen als Wegbereiter der Wende“ festgehalten, das im Herder-Verlag erschienen ist.

Vielen gab der christliche Glaube die Kraft, friedlich für die Freiheit einzutreten. Katholische und evangelische Geistliche unterstützten die Gefährdeten. Doch wo ist der Glaube heute in Deutschland geblieben? War der Materialismus am Ende der Sieger? Auch diese unbequemen Fragen stellt Jauer sich und seinem Publikum, wenn er schwerpunktmäßig analysiert, wo wir nach 20 Jahren Wiedervereinigung stehen.

Veranstaltung: Sonntag, 3. Oktober 2010, 11 Uhr, Alte Schule, Steinstraße 18, 41352 Korschenbroich. Der Eintritt ist frei.



http://www.korschenbroich.de
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